Max Stirner
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Werke Max Stirners

Max Stirner als Übersetzer und Herausgeber
Stirner, Max [Hrsg.]: Die National-Ökonomen der Franzosen und Engländer. I. 1.-4. Band. Ausführliches Lehrbuch der praktischen Politischen Ökonomie. Von J[ean] B[aptiste] Say.
Deutsch mit Anmerkungen von Max Stirner. 1845-46.

Stirner, Max [Hrsg.]: Die National-Ökonomen der Franzosen und Engländer. II. 5.-8. Band. Untersuchungen über das Wesen und die Ursachen des Nationalreichthums. Von Adam Smith.
Deutsch mit Anmerkungen von Max Stirner. 1846-1847.

Stirner, Max [Hrsg.]: Die National-Ökonomen der Franzosen und Engländer. III. 9.-10. Band. Die der Nationalökonomie oder die Philosophie der Noth. Von P[ierre] J[oseph] Proudhon.
Deutsch v. Wilhelm Jordan. 1847.

Die Geschichte der Reaction.
1. Abtheilung: Die Vorläufer der Reaction.
2. Abtheilung: Die moderne Reaction. Berlin 1852

Sein Leben Curriculum vitae Briefe/Facsimiles Dokumente Stirner-Schädel?

Sein Leben

  • 1806, 25. Oktober: Geburt in Bayreuth



  • 6. November: Taufe
  • 1807, 19. April: Tod des Vaters im Alter von 37 Jahren
  • 1809, 13. April: Wiederverheiratung der Mutter mit dem Provisor Ballerstedt; sie geht mit ihm nach Kulm
  • 19. Dezember: Geburt der Schwester Johanna Friederica
  • 1810, Nach Kulm geholt
  • 1812, 21. September: Tod der Schwester Johanna Friederica
  • 1818, Nach Bayreuth zurückgeholt
  • 1819, Eintritt in die Schule
  • 1826, Herbst: Absolutorium; 8. September: Abgangszeugnis; 18. Oktober: Immatrikulation in Berlin Rosenthalerstraße 47
  • 1827, Dorotheenstraße 5
  • 1828, 1. September: Exmatrikulation in Berlin; 20. Oktober: Immatrikulation in Erlangen
  • 1829, Sommer: "Längere Reise durch Deutschland"; 2. November: Immatrikulation in Königsberg, Steindamm 132
  • 1830, Ein Jahr in Kulm: "häuslicher Verhältnisse halber"
  • 1831, Ein Jahr in Königsberg
  • 1832, 28. November: Zweite Immatrikulation in Berlin, Poststraße 9; Längere Erkrankung
  • 1833, Ostern: Neuer Markt 2 bei Burtz
  • 1834, 27. März: Exmatrikulation in Berlin; 2. Juni: Meldung zum Examen pro facultate docendi; August: "Geisteskranke" Mutter plötzlich in Berlin; 29. November: Einreichung der schriftlichen Arbeiten
  • 1835, 28. Januar: Aufnahme der Mutter in die Charité in Berlin; 24. und 25. April: Mündliche Prüfung; 29. April: Prüfungs-Zeugnis (bedingte facultas docendi); Pädagogisches Probejahr an der kgl. Realschule von Spilleke
  • 1836, Freiwilliger halbjähriger Unterricht (bis Herbst) an der Realschule; Winter: Privatstudie
  • 1837, 4. März: Bewerbung um Anstellung; 16. März: Ablehnender Bescheid; 19. Juli: Tod Ballerstedt’s in Kulm; 17. Oktober: Mutter in der Privatanstalt Schönhauser Allee 9; 12. Dezember: Heirat mit Agnes Clara Kunigunde Burtz; Ehepaar: Klosterstraße 5-6
  • 1838, 6. April: Oranienburger (Communal?) Straße 86; 29. August: Tod der Frau im Kindbett; 5. Oktober: Neue Friedrichstraße 79 (bei der Schwiegermutter)
  • 1839, 1. Oktober: Eintritt in die Töchterschule der Madame Gropius
  • 1842, Januar: Mitarbeiter an Gutzkow’s "Telegraph"; Januar: Das "Gegenwort"; Korrespondent an der "Rheinischen Zeitung" und der "Leipziger Allgemeinen Zeitung"
  • 1843, 4. Oktober: Neu Kölln am Wasser 23; 21. Oktober: Heirat mit Marie Wilhelmine Dähnhardt
  • 1844, Mitarbeit an Buhl’s Berliner Monatsschrift; 1. Oktober: Austritt aus der Schule der Madame Gropius; Ende Oktober: "Der Einzige und sein Eigenthum" erscheint
  • 1845, "Die Nationalökonomen der Franzosen und Engländer" begonnen; Sommer: Milchwirtschaft; Entgegnung an Feuerbach, Szeliga und Hess
  • 1846, Anfang April: Trennung von Marie Dähnhardt; 4. April: Hirschelstraße 14; Sommer: Darlehensgesuch
  • 1847, 3. April: Dessauerstraße 15; "Die Nationalökonomen der Franzosen und Engländer" beendet
  • 1848, 4. April: Dresdenerstraße 96; Mitarbeiter am "Journal des österreichischen Lloyd"; Entgegnung an Kuno Fischer; 5. Oktober: Köthenerstraße 27
  • 1851, 3. Oktober: Dessauerstraße 2
  • 1852, Die "Geschichte der Reaction"
  • 1853, 5.-26. März: im Schuldgefängnis; 1. April: Jägerstraße 72; 3. Juli: Stromstraße 8; 7. September: Philippstraße 19 bei Mme. Weiß
  • 1854, 1. Januar - 4. Februar: abermals im Schuldgefängnis; 28. August bis 21. September: abwesend von Berlin; 12. September: Vertrag mit Mairsohn in Schwetz
  • 1856, Mai: Erkrankung; 25. Juni: Tod; 28. Juni: Begräbnis

(Quelle: John Henry Mackay: Max Stirner. Sein Leben und sein Werk [komplette Biografie])

Curriculum vitae

Ego, Joannes Casparus Schmidt, evangelicae confessioni addictus, Baruthi, quod Borussiae olim oppidum nunc Bavariae attributum est, die XXV. mensis Octobris anni MDCCCVI natus, patreque tibiarum fabricatore paucis post me natum diebus defuncto sum usus. Mater Ballerstedtio pharmacopolae post tres annos nupta ubi per varios fortunae casus Culmam, quod est oppidum ad Vistulam in Borussia occidentali positum, delata est, me haud ita multo post, anno MDCCCX ad se arcessit. Inde primis literarum rudimentis instructus, anno actatis duodecimo exacto Baruthum sum reversus, Gymnasium illius oppidi florentissimum frequentaturus. A viris doctissimis ibi disciplina per septem fere annos institutus sum, e quibus pio ac grato animo Pauschium, Kiefferum, Neubigum, Kloeterum, Heldium, Gablerum nomino, qui et humanitate et consuetudinis conjunctione optime de me meruerunt. Quorum praeceptis via ad studia munita, annis MDCCCXXVI - MDCCCXXVIII in academia Berolinensi et philologiae et theologiae studiu, et Boeckhii, Hegelii, Marheinekii, Caroli Ritteri, Henrici Ritteri, Schleiermacheri lectionibus operam dedi. Postero anno in academia Erlangensi per semestre obivi Kappii et Wineri scholas; quibus auditis itineri me per Germaniam commissurus academia discessi annumque ferc totum in ea profectione consumsi. Domesticis deinde rebus coactus annum unum Culmae, alterum Regimonti negotiis familiaribus deditus transegi. Quo ego tempore, etsi studia in academia persequi non licuit, nequaquam tamen neglectis litteris ad doctrinas et philosophicas et philologicas studioso animo incubui. Anni MDCCCXXXIII mense Octobri ad studia me retuleram in academia Berolinensi renovanda, cum in morbum incidi, qui me ad audiendis lectionibus per semestre prohibuit. Salute refecta Boeckhii, Lachmanni, Micheleit interfui lectionibus. Itaque triennio absoluto nunc examen pro facultate docendi, quod dicunt, Deo juvante constitui subire.
Ich, Johann Kaspar Schmidt, evang. Konfession, bin geboren zu Baireuth, einer ehemals preussischen, jetzt bairischen Stadt, am 25. Oktober 1806. Mein Vater war Flötenmacher; er starb bald nach meiner Geburt. Meine Mutter heiratete 3 Jahre später den Apotheker Ballerstedt und gelangte mit diesem unter mancherlei wechselnden Schicksalen nach Kulm a. d. Weichsel in Westpreussen. Hierhin holte sie mich alsbald im Jahre 1810 zu sich. Nachdem ich dort den ersten Unterricht empfangen, kehrte ich mit 12 Jahren nach Baireuth zurück, um das Gymnasium zu besuchen. Sieben Jahre lang genoss ich hier den Unterricht gelehrter Männer, unter denen besonders Pausch, Kieffer, Neubig, Kloeter, Held und Gabler sich meiner mit grosser Liebe annahmen, so dass ich dankbar ihrer gedenke. Mit dem Reifezeugniss versehen, bezog ich in den Jahren 1826 bis 1828 die Universität Berlin zum Studium der Philologie und der Theologie und hörte Vorlesungen bei Böckh, Hegel, Marheineke, Carl Ritter, Heinrich Ritter und Schleiermacher. Alsdann begab ich mich für ein Semester nach Erlangen, wo ich Rapp und Winer hörte, verliess darnach die Universität, um eine längere Reise durch Deutschland zu machen. Häuslicher Verhältnisse halber verblieb ich nun ein Jahr in Kulm, ein zweites in Königsberg ebenfalls in Familien-Angelegenheiten. Jedoch vernachlässigte ich währenddessen keineswegs meine philologischen und philosophischen Studien. Im Oktober 1833 endlich kehrte ich zur Wiederaufnahme meiner akademischen Studien nach Berlin zurück, verfiel aber sogleich in länger dauernde Krankheit, so dass ich erst vom nächstfolgenden Semester an Vorlesungen und zwar bei Böckh, Lachmann und Michelet hören konnte. Auf diese Weise vollendete ich das akademische Triennium und gedenke mich nunmehr dem Examen pro facultate docendi zu unterwerfen. [Sommer 1834]

Briefe/Facsimiles

Lieber Arthur,
Ich komme zufällig zu Großkreuz und finde ihn entsetzlich krank, so daß er keinen Augenblick länger eine ärztliche Behandlung und Pflege entbehren kann.
Er wünscht mit Dir über seinen Zustand zu sprechen; komme, sobald Du nur irgend kannst, wo möglich gleich nach Empfang dieses Briefes.
Berlin den 24ten Mai
abends 7 Uhr Dein Stirner
Herrn Dr. Arthur Mueller
Prenzlauerstrasse
frei 28.

An
Herrn Dr. Rutenberg zu Cöln.
Lieber Freund!
Ich habe im Augenblick keinen Adresskalender zur Hand, um für die erste Notiz die Titel hinzuzusetzen zu Thiele, Bodelschwingh etc. Thu doch das vor dem Druck.
Ich glaubte, dass es Euch lieb sein müsste, diese Notiz möglichst bald zu erhalten; darum erhältst du diese kurze Correspondenz. Ist Euch das Recht, dass man Euch Correspondenzen zuschickt, von so kurzem (1) oder noch kürzerem Umfang zuschickt, wenn Neues passirt? Schreib’ mir das; sodann aber erinnere dich nochmals, mir wegen meiner Collision mit Buhl in den Correspondenzen deine Ansicht zu schreiben.
Dein
Schmidt.
1/3 42.
Die Geheime Polizei ist constituirt. Der Assessor Streber Haupt. Unter der von mir gewählten Form geht die Anzeige vielleicht durch.
(1) Dieses Wort von Stirner nachträglich eingefügt.

"Herr Sanitätsrath Nagel hatte die Güte, unter heutigem Dato meinen Gesundheitszustand zu prüfen, was ich hiermit bescheinige.

Berlin, den 19ten October 1854. Johann Kasp. Schmidt."

Quelle: Der individualistische Anarchist.
Halbmonatsschrift. 1. Jg., 1. April 1919, Heft 1, p. 41.


Diese Unterschrift ist dem Anmeldebogen der Vorlesungen, die er an der Universität Berlin 1826 und die folgenden Jahre hörte, entnommen.


Diese Unterschrift steht unter seiner Meldung zum Examen von 1834.


Die nächsten drei Unterschriften sind aus dem Zeugnißbuch einer seiner Schülerinnen an der Gropiusschen Töchterschule vom Jahre 1842 und den folgenden. Die Unterschriften stammen somit aus Stirners zwanzigstem, seinem achtundzwanzigstem und seinem sechsunddreißigsten Lebensjahr, also aus acht zu acht Jahren.


Diese Unterschrift gilt als eine aus der letzten Zeit seines Lebens.

Dokumente

Aus der Personalakte Max Stirners
<unleserl. Schriftzeichen>4/6 34 441
<unleserl. Wort>

Euerer Königl. Hochverordneten Prüfungs-Kommission
7/6 h <1 Wort unleserl.>
<2 oder 3 Zeichen unleserl.>
<1 Zeile unleserlich>
Bringe ich die gehorsamste Bitte vor:
mich zum höheren Schulamts-Examen zulassen zu wollen, und übersende anliegend die erforderlichen Zeugnisse nebst den Abschriften, als:
1.) das Gymnasial-Absolutorium
2.) das erste Abgangs-Zeugniß der Universität zu Berlin
3.) das Abgangs-Zeugniß der Universität zu Erlangen.
<unleserl. Vermerk>
<Fortsetzung auf Rückseite>
4.) Zwei Atteste über daselbst gehörte Vorlesungen
5.) das zweite Abgangszeugniß der Universität zu Berlin
6.) den Militair-Entlassungsschein mit dem ergebensten Antrage, mir die Aufgaben zu den schriftlichen Probearbeiten hochgeneigtest ertheilen zu wollen.
Euerer Königl. Hochverordneten Prüfungs-Kommission
ganz gehorsamster
Johann Kaspar Schmidt
Wohnung: Neuer Markt Nro 2
/2 Treppen/ 


<Vorderseite, links Antwort>
Revers <?>:
An den Schulamtskandidaten Hrn. J. C. Schmidt
hier
Neuer Markt No. 2, zwey Treppen
Auf Ihre Vorstellung vom 2ten d. M. werden Sie hierdurch aufgefordert, zuvörderst <2 Wörter unleserl.>
Gemäßheit des § 6 No. 4 des Prüfungs-Reglements vom 20ten April 1831 ein vollständiges curriculum vitae einzusenden, und zugleich anzugeben, für welche Klassen Sie geprüft zu werden wünschen.
Die eingereichten Original Zeugnisse erfolgen hiebey zurück.
Berlin am <unleserl.> Junii 1834
<1 Zeile unleserl.>
Lange <?>


Abschrift
Dem Cantonisten Student Johann Caspar Schmidt den 25. October 1806 zu Baireuth geboren, wurde im Herbst v. J. <vorigen Jahres> wegen Hämorrhoidal-Beschwerden, welche durch Hämmorhoidal-Knoten bestätigt werden, von der Königl. Departements-Ersatz-Commission ein Entlassungsschein als Halb-Invaliden ertheilt, welches auf Verlangen bescheinigt
Königsberg, d. 4. <?> Juli 1831
Der Major und Commandeur des Königsberger Landwehr Bataillons als Präses <?> der Kreis Ersatz-Commission des Königsberger Stadt-Kreises
(L. S.) <Unterschr. unleserl.>


<unleserl. Schriftzeichen > 14/6 34 450
<unleserl. Wort>

<Stirners Schreiben:>
Eurer Königl. Hochverordneten wissenschaftlichen Prüfungs-Kommission übersende ich beiliegend das außer den bereits am 2. Juni h. eingesandten Zeugnissen noch erforderliche Curriculum vitae, und verbinde damit die ergebenste Bitte, in den alten sowie <?> in der deutschen Sprache, der Geschichte, der Philosophie und Religion für die oberen Klassen, in den übrigen Gegenständen aber für die unteren mich hochgeneigtest zum Examen zulassen zu wollen.
Eurer Königl. Hochverordneten wissenschaftlichen Prüfungs-Kommission
Berlin den 13ten Juni 1834. gehorsamster
J. Kaspar Schmidt
Wohnung Neuer Markt Nro 2
/2 Treppen/
<von fremder Hand:> Schmidt S_88/abg <?> – 21/6
nr. <?> 441


<Links auf gleicher Seite:>
<unleserl. Schriftzeichen>
1/7 abg
R.
An den Schulamtskandidaten Hrn J. C. Schmidt
hier
am Neuen Markt No 2, 2 Treppen
Auf Ihre Eingabe vom 13ten v. M. <1 unleserl. Schriftzeichen>
I. Schriftliche Arbeiten
1. Lateinische Uebersetzung nebst grammatischem und
exegetischem Commentar über Thucyd. VII, 78-87.
2. Ueber Schulgesetze.
II. Probelectionen
1. Horat. Epist. I, 14.
2. Ueber Huß und die Hußiten.
Die schriftlichen Arbeiten haben Sie binnen 6-8
Wochen <1 unleserl. Schriftzeichen>
Berlin am 1sten Julii 1834
Kgl. Wissenschaftl. Prüfungs Commission
<Unterschr. unleserl.>


<unleserl. Schriftzeichen> 30/8 34. 487

Eure Königl. Hochverordnete wißenschaftliche Prüfungs-Kommission
Sehe ich mich gezwungen, ergebenst zu bitten, den Termin der Ablieferung meiner Prüfungsarbeiten, der mit dem Anfange des folgenden Monats zu Ende geht, um einen Monat hochgeneigtest zu verlängern, weil die unerwartete Ankunft meiner geisteskranken Mutter für jetzt meine Zeit so ausschließlich in Anspruch nimmt und noch länger nehmen wird, daß mir vorläufig nicht vergönnt ist, an die Beendigung meiner Prüfungsarbeiten zu denken.
<Rückseite>
Indem ich in hochgeneigter Berücksichtigung dieses betrübenden Ereignisses die Gewährung meines ergebensten Gesuches zu erhalten hoffe, verharre ich in ehrfurchtsvollem Gehorsam
Eurer Königl. Hochverordneten wißenschaftlichen Prüfungs-Kommission
ergebenster
Joh. Kasp. Schmidt, Candid. phil.
Wohnung: Neuer Markt Nro. 2
2 Treppen h.
Berlin den 27ten August 1834


<Antwort auf Vorderseite:>
1/9 h. a.
Antwort: <1 Wort unleserl.>
v. 1/9 abends
Auf Ihr Gesuch vom 27. d. M. wird die Frist zur Ablieferung Ihrer schriftlichen Prüfungs-Arbeiten hierdurch um 4-6 Wochen verlängert.
Berlin den 30ten August 1834
Kgl. w. Prüfungs-Commission
Lange <?> 


<unleserl. Schriftzeichen> 29/11 34 540

3 Hefte
Ew. Hochwohlgeboren
übersende ich beiliegend meine von Eurer Hochverordneten Wissenschaftlichen Prüfungs-Commission mir
<Rückseite>
übertragenen schriftlichen Arbeiten und erlaube mir die gehorsamste Bitte hinzuzufügen, da Kränklichkeit sowohl zum Theil diese Arbeiten verzögerte, als auch jetzt mich verhindert, dieselben persönlich zu überbringen, und mich vielleicht auch für längere Zeit schwächen wird, den Termin für die Probelektionen und das mündliche Examen, wenn es möglich ist, hochgeneigtest bis nach Neujahr verschieben zu wollen.
Einer hochgeneigten Entscheidung entgegensehend zeichne <?> ich mich mit aller Hochachtung
Ew. Hochwohlgeboren
gehorsamster
Joh. Kasp. Schmidt
wohnhaft Neuer Markt Nro. 2
2 Treppen
Berlin den 29ten November 1834


<Antwort auf Vorderseite>
D.
Da die Arbeiten bereits ## haben und der Schmidt zum 1sten May c. zur mündlichen Prüfung beschieden worden ist, so geht dieses ## zu den Akten und ist mit denselben zum 25sten April c. wieder vorzulegen.
Lange
26/3 35


Abschrift
(L. S.)
E. N. 209
Gymnasial-Absolutorium
für
Johann Caspar Schmidt
aus Baireuth
Schüler der Ober=Classe des Gymnasiums
im Jahre 1825/6
Dem obengenannten Studirenden, welcher am Schlusse des gegenwaertigen Studienjahres die gesetzlich angeordnete Absolutorial-Prüfung bestanden, wird rücksichrtlich der erprobten Kenntnisse in den vorgeschriebenen Gymnasial-Studien und der über sein sittliches Verhalten erworbenen Zeugnisse mit der Note der ersten Classe und dem Praedicate:
------------- Sehr würdig --------------
die Erlaubniss zum Uebergang an eine höhere Lehranstalt hierdurch ertheilt, und darüber dieses öffentliche Zeugniss ausgestellt.
Baireuth den 8 ten September 1826.
Koenigl. Gymnasial=Rectorat zu Baireuth
(L. S.) D. G. A. Gabler
k. Studien-Rector u. Lyzeal<?>professor


<Rückseite>
Abschrift 
Nro.
Academisches
Semestral-Zeugniß
Der Studiosus Theol.
Herr Joh. Casp. Schmidt
aus Baireuth
hat im Winterhalbjahre 1828/29 auf der Königl. Universität zu Erlangen meine Vorlesungen über Logik und Metaphysik mit ausgezeichnetstem Fleiße besucht.
Erlangen den 20 Jan. 1829
Ch. Rapp Dr u. Profess. der Philosophie 


Abschrift
Nro.
Academisches
Semestral-Zeugniß
Der Studiosus Theol.
Herr Joh. Casp. Schmidt
aus Baireuth
hat im Winterhalbjahre 1828/29 auf der Königl. Universität zu Erlangen meine Vorlesungen über die Briefe an die Korinther
mit vorzüglichem Fleiße besucht.
Erlangen den 11ten April 1829
Dr. Winer


<Rückseite>
Abschrift
E: Nr. 1163
Sitten-Zeugniß
Wir Prorector und Senat
der
Königl: Bayer: Friedrich Alexanders Universitaet Erlangen
bezeugen hiemit, daß der
Herr Johann Caspar Schmidt aus Bayreuth
auf dem Grund eines beigebrachten Sittenzeugnisses
<Schnörkel>
de dato Berlin den 1. September 1828.
unterm 20. Oktober dess. Jahres als Studiosus theologiae ______ auf hiesiger Universität immatriculirt worden sei, sich von dieser Zeit an bis zu Ende des Sommersemesters 1829 hier dem Studium gewidmet und während seines hiesigen academischen Aufenthalts sich vollkommen wohlgesittet und gesetzmäßig betragen habe.
Urkundlich unter Vor<?>drückung des Universitätssiegels und der ### Unterschrift ausgefertigt.
Erlangen am 2. November 1829.
D. Winer
derzeitiger Prorector
(L. S.)
Daß Hr. Schmidt wegen Antheilnahme an verbotenen Verbindungen in keine Untersuchung gezogen wurde, beurkundet
D. <2 Buchstaben unleserl.>
Direktorium der Kreis- und Stadtpolizey Papettier <?>
<Name unleserl.> Stadtkommissar <?> Universitaets-Secretaire
(L. S.)
### 15 ½ ###


Rückseite>br> Abschrift
Wir Rector und Senat der Königlich Preußischen Universität zu Berlin bekunden durch dieses Abgangszeugniß, daß Herr Johann Caspar Schmidt, geboren zu Bayreuth, Sohn des daselbst verstorbenen Instrumentenmachers Schmidt, bevormundet in der Person seines Stiefvaters des Privatmanns Ballerstedt zu Culm in Westpreußen, zu den academischen Studien auf dem Gymnasium zu Baireuth vorbereitet, auf dem Grund genügender Zeugnisse am 18ten October 1826 bei uns immatrikulirt worden ist, sich seit dem bis zum Schluß des Sommersemesters 1828 als Studirender hier aufgehalten, und sich ------ der philosophischen Wissenschaften ------
beflißen hat.
Während dieses Aufenthaltes hat derselbe bei unserer Universität nach den vorgelegten Zeugnißen die nachstehend verzeichneten Vorlesungen gehört:


<Nächste Seite>
I. Im Wintersemester 1826/27
1. Logik __________ bei dem H. Prof. H. Ritter fleißig
2. Allgemeine Geographie __________ C. Ritter desgl.
3. Pindar <und>
4. Metrik ________________________ Boeckh sehr fleißig
II. Im Sommersemester 1827
1. Ethik ___________________ bei dem H. Prof. Dr. Schleiermacher fleißig
2. Religionsphilosophie ________________________ Hegel fleißig
III. Im Wintersemester 1827/28
1. Griechische Alterthümer ____ bei dem H. Professor Boeckh sehr fleißig
2. Geschichte der Philosophie <und>
3. Psychologie und Anthropologie
oder Philosophie des Geistes _____________________ Hegel fleißig
4. Dogmatik <und>
5. Bedeutung der neuren Philosophie
in der Theologie _______________________________ Dr. Marheinecke mit Fleiß und Aufmerksamkeit
6. Geographie des alten Griechenlands und Italiens _______C. Ritter
IV. Im Sommersemester 1828
1. Theologische Encyclopädie <und>
2. Symbolik bei dem H. Prof. Dr. Marheinecke mit Fleiß und Aufmerksamkeit
3. Kirchengeschichte <und>
4. Christliche Alterthümer Dr. Neander


<Rückseite>
Hinsichtlich seines Verhaltens auf hiesiger Universität ist in sittlicher und in ökonomischer Hinsicht nichts Nachtheiliges bekannt geworden, er war fleißig.
Einer Theilnahme an verbotener Verbindung unter Studierenden ist derselbe hier nicht verdächtig geworden.
Zu Urkund dessen ist dieses Zeugnis unter dem Insiegel der Universität ausgefertigt, und von dem ### Rektor, und von dem Richter, auch von dem gegenwärtigen Dekan der philosophischen Fakultät eigenhändig unterzeichnet worden.
Berlin den 13. <?> September 1828
Bethmann Hollweg Krause Weiss
ord. phil. <2 Buchst. unleserl.> Dec.
(L. S.)
Gesehen durch den Regierungs-Bevollmächtigten
Vermöge Auftrages
Lichtenstein Krause


Abschrift
Die Prüfung ist nach dem ####
der K. Pr. C. vom ## ### 35
Nr. C. 1365 <?> genehmigt.
###########
Wir Rector und Senat der Königlichen Friedrich Wilhelms Universität zu Berlin bekunden durch dieses Abgangszeugniß, daß Herr Johann Kaspar Schmidt, geboren zu Baireuth, Sohn des daselbst verstorbenen Instrumentenmachers Schmidt, bereits großjährig, zu den akademischen Studien auf dem Gymnasium zu Baireuth vorbereitet, auf dem Grund genügender Zeugnisse zum ersten mal am 18ten October 1826 und auf dem Grund des Abgangs-Zeugnisses der Universität zu Erlangen zum zweiten mal am 28 ten November 1832 bei uns immatrikulirt worden ist, sich seit dem bis zum Schluß des Sommersemesters 1833/34 als Studirender hier aufgehalten, und sich der philosophischen Wissenschaften beflißen hat.
Während dieses Aufenthaltes hat derselbe bei unserer Universität nach den vorgelegten Zeugnißen die nachstehend verzeichneten Vorlesungen gehört:
I. Im Wintersemester 1832/33
wegen Krankheit keine
II. Im Sommersemester
1. Plato’s Republik, bei dem H. Prof. Boeckh sehr fleißig


<Rückseite>
2. Properz, bei dem H. Professor Lachmann, fleißig
3. Aristoteles Leben, Schriften und Philosophie bei dem H. Prof: Michelet mit vielem Fleiße
III. Im Winter-Semester 1833/34
keine
Hinsichtlich seines Verhaltens auf hiesiger Universität ist in disciplinarischer und ökonomischer Rücksicht nichts Nachtheiliges vorgekommen.
Einer Theilnahme an verbotener Verbindung unter Studierenden ist derselbe bei der hiesigen Universität bisher nicht bezüchtigt geworden.
Zu Urkund dessen ist dieses Zeugnis unter dem Insiegel der Universität ausgefertigt, und von dem zeitigen <?> Rektor, und von dem Richter, auch von dem gegenwärtigen Dekan der philosophischen Fakultät eigenhändig unterzeichnet worden.
Berlin den 27. Maerz 1832
Straub <?> Krause # # Hagen <?>
(L. S.)
Gesehen durch den Regierungs-Bevollmächtigten
Vermöge Auftrages
Straub <?> Krause


<Vorderseite, links Antwort>
Revers <?>:
An den Schulamtskandidaten Hrn. J. C. Schmidt
hier
Neuer Markt No. 2, zwey Treppen
Auf Ihre Vorstellung vom 2ten d. M. werden Sie hierdurch aufgefordert, zuvörderst <2 Wörter unleserl.>
Gemäßheit des § 6 No. 4 des Prüfungs-Reglements vom 20ten April 1831 ein vollständiges curriculum vitae einzusenden, und zugleich anzugeben, für welche Klassen Sie geprüft zu werden wünschen.
Die eingereichten Original Zeugnisse erfolgen hiebey zurück.
Berlin am <unleserl.> Junii 1834
<1 Zeile unleserl.>
Lange <?>


Abschrift
Dem Cantonisten Student Johann Caspar Schmidt den 25. October 1806 zu Baireuth geboren, wurde im Herbst v. J. <vorigen Jahres> wegen Hämorrhoidal-Beschwerden, welche durch Hämmorhoidal-Knoten bestätigt werden, von der Königl. Departements-Ersatz-Commission ein Entlassungsschein als Halb-Invaliden ertheilt, welches auf Verlangen bescheinigt
Königsberg, d. 4. <?> Juli 1831
Der Major und Commandeur des Königsberger Landwehr Bataillons als Präses <?> der Kreis Ersatz-Commission des Königsberger Stadt-Kreises
(L. S.) <Unterschr. unleserl.>


<unleserl. Schriftzeichen > 14/6 34 450
<unleserl. Wort>

<Stirners Schreiben:>
Eurer Königl. Hochverordneten wissenschaftlichen Prüfungs-Kommission übersende ich beiliegend das außer den bereits am 2. Juni h. eingesandten Zeugnissen noch erforderliche Curriculum vitae, und verbinde damit die ergebenste Bitte, in den alten sowie <?> in der deutschen Sprache, der Geschichte, der Philosophie und Religion für die oberen Klassen, in den übrigen Gegenständen aber für die unteren mich hochgeneigtest zum Examen zulassen zu wollen.
Eurer Königl. Hochverordneten wissenschaftlichen Prüfungs-Kommission
Berlin den 13ten Juni 1834. gehorsamster
J. Kaspar Schmidt
Wohnung Neuer Markt Nro 2
/2 Treppen/
<von fremder Hand:> Schmidt S_88/abg <?> – 21/6
nr. <?> 441


<Links auf gleicher Seite:>
<unleserl. Schriftzeichen>
1/7 abg
R.
An den Schulamtskandidaten Hrn J. C. Schmidt
hier
am Neuen Markt No 2, 2 Treppen
Auf Ihre Eingabe vom 13ten v. M. <1 unleserl. Schriftzeichen>
I. Schriftliche Arbeiten
1. Lateinische Uebersetzung nebst grammatischem und
exegetischem Commentar über Thucyd. VII, 78-87.
2. Ueber Schulgesetze.
II. Probelectionen
1. Horat. Epist. I, 14.
2. Ueber Huß und die Hußiten.
Die schriftlichen Arbeiten haben Sie binnen 6-8
Wochen <1 unleserl. Schriftzeichen>
Berlin am 1sten Julii 1834
Kgl. Wissenschaftl. Prüfungs Commission
<Unterschr. unleserl.>


<unleserl. Schriftzeichen> 30/8 34. 487

Eure Königl. Hochverordnete wißenschaftliche Prüfungs-Kommission
Sehe ich mich gezwungen, ergebenst zu bitten, den Termin der Ablieferung meiner Prüfungsarbeiten, der mit dem Anfange des folgenden Monats zu Ende geht, um einen Monat hochgeneigtest zu verlängern, weil die unerwartete Ankunft meiner geisteskranken Mutter für jetzt meine Zeit so ausschließlich in Anspruch nimmt und noch länger nehmen wird, daß mir vorläufig nicht vergönnt ist, an die Beendigung meiner Prüfungsarbeiten zu denken.
<Rückseite>
Indem ich in hochgeneigter Berücksichtigung dieses betrübenden Ereignisses die Gewährung meines ergebensten Gesuches zu erhalten hoffe, verharre ich in ehrfurchtsvollem Gehorsam
Eurer Königl. Hochverordneten wißenschaftlichen Prüfungs-Kommission
ergebenster
Joh. Kasp. Schmidt, Candid. phil.
Wohnung: Neuer Markt Nro. 2
2 Treppen h.
Berlin den 27ten August 1834


<Antwort auf Vorderseite:>
1/9 h. a.
Antwort: <1 Wort unleserl.>
v. 1/9 abends
Auf Ihr Gesuch vom 27. d. M. wird die Frist zur Ablieferung Ihrer schriftlichen Prüfungs-Arbeiten hierdurch um 4-6 Wochen verlängert.
Berlin den 30ten August 1834
Kgl. w. Prüfungs-Commission
Lange <?> 


<unleserl. Schriftzeichen> 29/11 34 540

3 Hefte
Ew. Hochwohlgeboren
übersende ich beiliegend meine von Eurer Hochverordneten Wissenschaftlichen Prüfungs-Commission mir
<Rückseite>
übertragenen schriftlichen Arbeiten und erlaube mir die gehorsamste Bitte hinzuzufügen, da Kränklichkeit sowohl zum Theil diese Arbeiten verzögerte, als auch jetzt mich verhindert, dieselben persönlich zu überbringen, und mich vielleicht auch für längere Zeit schwächen wird, den Termin für die Probelektionen und das mündliche Examen, wenn es möglich ist, hochgeneigtest bis nach Neujahr verschieben zu wollen.
Einer hochgeneigten Entscheidung entgegensehend zeichne <?> ich mich mit aller Hochachtung
Ew. Hochwohlgeboren
gehorsamster
Joh. Kasp. Schmidt
wohnhaft Neuer Markt Nro. 2
2 Treppen
Berlin den 29ten November 1834


<Antwort auf Vorderseite>
D.
Da die Arbeiten bereits ## haben und der Schmidt zum 1sten May c. zur mündlichen Prüfung beschieden worden ist, so geht dieses ## zu den Akten und ist mit denselben zum 25sten April c. wieder vorzulegen.
Lange
26/3 35


Abschrift
(L. S.)
E. N. 209
Gymnasial-Absolutorium
für
Johann Caspar Schmidt
aus Baireuth
Schüler der Ober=Classe des Gymnasiums
im Jahre 1825/6
Dem obengenannten Studirenden, welcher am Schlusse des gegenwaertigen Studienjahres die gesetzlich angeordnete Absolutorial-Prüfung bestanden, wird rücksichrtlich der erprobten Kenntnisse in den vorgeschriebenen Gymnasial-Studien und der über sein sittliches Verhalten erworbenen Zeugnisse mit der Note der ersten Classe und dem Praedicate:
------------- Sehr würdig --------------
die Erlaubniss zum Uebergang an eine höhere Lehranstalt hierdurch ertheilt, und darüber dieses öffentliche Zeugniss ausgestellt.
Baireuth den 8 ten September 1826.
Koenigl. Gymnasial=Rectorat zu Baireuth
(L. S.) D. G. A. Gabler
k. Studien-Rector u. Lyzeal<?>professor


<Rückseite>

Abschrift 
Nro.
Academisches
Semestral-Zeugniß
Der Studiosus Theol.
Herr Joh. Casp. Schmidt
aus Baireuth
hat im Winterhalbjahre 1828/29 auf der Königl. Universität zu Erlangen meine Vorlesungen über Logik und Metaphysik mit ausgezeichnetstem Fleiße besucht.
Erlangen den 20 Jan. 1829
Ch. Rapp Dr u. Profess. der Philosophie 


Abschrift
Nro.
Academisches
Semestral-Zeugniß
Der Studiosus Theol.
Herr Joh. Casp. Schmidt
aus Baireuth
hat im Winterhalbjahre 1828/29 auf der Königl. Universität zu Erlangen meine Vorlesungen über die Briefe an die Korinther
mit vorzüglichem Fleiße besucht.
Erlangen den 11ten April 1829
Dr. Winer


<Rückseite>
Abschrift
E: Nr. 1163
Sitten-Zeugniß
Wir Prorector und Senat
der
Königl: Bayer: Friedrich Alexanders Universitaet Erlangen
bezeugen hiemit, daß der
Herr Johann Caspar Schmidt aus Bayreuth
auf dem Grund eines beigebrachten Sittenzeugnisses
<Schnörkel>
de dato Berlin den 1. September 1828.
unterm 20. Oktober dess. Jahres als Studiosus theologiae ______ auf hiesiger Universität immatriculirt worden sei, sich von dieser Zeit an bis zu Ende des Sommersemesters 1829 hier dem Studium gewidmet und während seines hiesigen academischen Aufenthalts sich vollkommen wohlgesittet und gesetzmäßig betragen habe.
Urkundlich unter Vor<?>drückung des Universitätssiegels und der ### Unterschrift ausgefertigt.
Erlangen am 2. November 1829.
D. Winer
derzeitiger Prorector
(L. S.)

Daß Hr. Schmidt wegen Antheilnahme an verbotenen Verbindungen in keine Untersuchung gezogen wurde, beurkundet
D. <2 Buchstaben unleserl.>
Direktorium der Kreis- und Stadtpolizey Papettier <?>
<Name unleserl.> Stadtkommissar <?> Universitaets-Secretaire
(L. S.)
### 15 ½ ###


<Rückseite>
Abschrift
Wir Rector und Senat der Königlich Preußischen Universität zu Berlin bekunden durch dieses Abgangszeugniß, daß Herr Johann Caspar Schmidt, geboren zu Bayreuth, Sohn des daselbst verstorbenen Instrumentenmachers Schmidt, bevormundet in der Person seines Stiefvaters des Privatmanns Ballerstedt zu Culm in Westpreußen, zu den academischen Studien auf dem Gymnasium zu Baireuth vorbereitet, auf dem Grund genügender Zeugnisse am 18ten October 1826 bei uns immatrikulirt worden ist, sich seit dem bis zum Schluß des Sommersemesters 1828 als Studirender hier aufgehalten, und sich ------ der philosophischen Wissenschaften ------
beflißen hat.
Während dieses Aufenthaltes hat derselbe bei unserer Universität nach den vorgelegten Zeugnißen die nachstehend verzeichneten Vorlesungen gehört:


<Nächste Seite>
I. Im Wintersemester 1826/27
1. Logik __________ bei dem H. Prof. H. Ritter fleißig
2. Allgemeine Geographie __________ C. Ritter desgl.
3. Pindar <und>
4. Metrik ________________________ Boeckh sehr fleißig
II. Im Sommersemester 1827
1. Ethik ___________________ bei dem H. Prof. Dr. Schleiermacher fleißig
2. Religionsphilosophie ________________________ Hegel fleißig
III. Im Wintersemester 1827/28
1. Griechische Alterthümer ____ bei dem H. Professor Boeckh sehr fleißig
2. Geschichte der Philosophie <und>
3. Psychologie und Anthropologie
oder Philosophie des Geistes _____________________ Hegel fleißig
4. Dogmatik <und>
5. Bedeutung der neuren Philosophie
in der Theologie _______________________________ Dr. Marheinecke mit Fleiß und Aufmerksamkeit
6. Geographie des alten Griechenlands und Italiens _______C. Ritter
IV. Im Sommersemester 1828
1. Theologische Encyclopädie <und>
2. Symbolik bei dem H. Prof. Dr. Marheinecke mit Fleiß und Aufmerksamkeit
3. Kirchengeschichte <und>
4. Christliche Alterthümer Dr. Neander


<Rückseite>
Hinsichtlich seines Verhaltens auf hiesiger Universität ist in sittlicher und in ökonomischer Hinsicht nichts Nachtheiliges bekannt geworden, er war fleißig.
Einer Theilnahme an verbotener Verbindung unter Studierenden ist derselbe hier nicht verdächtig geworden.
Zu Urkund dessen ist dieses Zeugnis unter dem Insiegel der Universität ausgefertigt, und von dem ### Rektor, und von dem Richter, auch von dem gegenwärtigen Dekan der philosophischen Fakultät eigenhändig unterzeichnet worden.
Berlin den 13. <?> September 1828
Bethmann Hollweg Krause Weiss
ord. phil. <2 Buchst. unleserl.> Dec.
(L. S.)
Gesehen durch den Regierungs-Bevollmächtigten
Vermöge Auftrages
Lichtenstein Krause


Abschrift
Die Prüfung ist nach dem ####
der K. Pr. C. vom ## ### 35
Nr. C. 1365 <?> genehmigt.
###########
Wir Rector und Senat der Königlichen Friedrich Wilhelms Universität zu Berlin bekunden durch dieses Abgangszeugniß, daß Herr Johann Kaspar Schmidt, geboren zu Baireuth, Sohn des daselbst verstorbenen Instrumentenmachers Schmidt, bereits großjährig, zu den akademischen Studien auf dem Gymnasium zu Baireuth vorbereitet, auf dem Grund genügender Zeugnisse zum ersten mal am 18ten October 1826 und auf dem Grund des Abgangs-Zeugnisses der Universität zu Erlangen zum zweiten mal am 28 ten November 1832 bei uns immatrikulirt worden ist, sich seit dem bis zum Schluß des Sommersemesters 1833/34 als Studirender hier aufgehalten, und sich der philosophischen Wissenschaften beflißen hat.
Während dieses Aufenthaltes hat derselbe bei unserer Universität nach den vorgelegten Zeugnißen die nachstehend verzeichneten Vorlesungen gehört:
I. Im Wintersemester 1832/33
wegen Krankheit keine
II. Im Sommersemester
1. Plato’s Republik, bei dem H. Prof. Boeckh sehr fleißig


<Rückseite>
2. Properz, bei dem H. Professor Lachmann, fleißig
3. Aristoteles Leben, Schriften und Philosophie bei dem H. Prof: Michelet mit vielem Fleiße
III. Im Winter-Semester 1833/34
keine
Hinsichtlich seines Verhaltens auf hiesiger Universität ist in disciplinarischer und ökonomischer Rücksicht nichts Nachtheiliges vorgekommen.
Einer Theilnahme an verbotener Verbindung unter Studierenden ist derselbe bei der hiesigen Universität bisher nicht bezüchtigt geworden.
Zu Urkund dessen ist dieses Zeugnis unter dem Insiegel der Universität ausgefertigt, und von dem zeitigen <?> Rektor, und von dem Richter, auch von dem gegenwärtigen Dekan der philosophischen Fakultät eigenhändig unterzeichnet worden.
Berlin den 27. Maerz 1832
Straub <?> Krause # # Hagen <?>
(L. S.)
Gesehen durch den Regierungs-Bevollmächtigten
Vermöge Auftrages
Straub <?> Krause

Erstmals publiziert von Rolf Engert, 1923; Transkription von Dr. phil. Bernhard J. Piegsa, M. A.

Stirner-Schädel?

Als Mackay bei seinen Recherchen auf das Stirner-Grab stieß, entnahm er diesem - heimlich - einen Schädel, von dem er meinte, daß es der von Stirner sein müsse. Ob dies tatsächlich der Fall ist, muß noch geklärt werden.

Hier ein paar Bilder von diesem Schädel: