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Aus der Personalakte Max Stirners
<unleserl. Schriftzeichen>4/6 34 441
<unleserl. Wort>
Euerer Königl. Hochverordneten Prüfungs-Kommission
7/6 h <1 Wort unleserl.>
<2 oder 3 Zeichen unleserl.>
<1 Zeile unleserlich>
Bringe ich die gehorsamste Bitte vor:
mich zum höheren Schulamts-Examen zulassen zu wollen, und
übersende anliegend die erforderlichen Zeugnisse nebst den
Abschriften, als:
1.) das Gymnasial-Absolutorium
2.) das erste Abgangs-Zeugniß der Universität zu Berlin
3.) das Abgangs-Zeugniß der Universität zu Erlangen.
<unleserl. Vermerk>
<Fortsetzung auf Rückseite>
4.) Zwei Atteste über daselbst gehörte Vorlesungen
5.) das zweite Abgangszeugniß der Universität zu Berlin
6.) den Militair-Entlassungsschein mit dem ergebensten Antrage,
mir die Aufgaben zu den schriftlichen Probearbeiten hochgeneigtest
ertheilen zu wollen.
Euerer Königl. Hochverordneten Prüfungs-Kommission
ganz gehorsamster
Johann Kaspar Schmidt
Wohnung: Neuer Markt Nro 2
/2 Treppen/
<Vorderseite, links Antwort>
Revers <?>:
An den Schulamtskandidaten Hrn. J. C. Schmidt
hier
Neuer Markt No. 2, zwey Treppen
Auf Ihre Vorstellung vom 2ten d. M. werden Sie hierdurch aufgefordert,
zuvörderst <2 Wörter unleserl.>
Gemäßheit des § 6 No. 4 des Prüfungs-Reglements
vom 20ten April 1831 ein vollständiges curriculum vitae einzusenden,
und zugleich anzugeben, für welche Klassen Sie geprüft
zu werden wünschen.
Die eingereichten Original Zeugnisse erfolgen hiebey zurück.
Berlin am <unleserl.> Junii 1834
<1 Zeile unleserl.>
Lange <?>
Abschrift
Dem Cantonisten Student Johann Caspar Schmidt den 25. October
1806 zu Baireuth geboren, wurde im Herbst v. J. <vorigen Jahres>
wegen Hämorrhoidal-Beschwerden, welche durch Hämmorhoidal-Knoten
bestätigt werden, von der Königl. Departements-Ersatz-Commission
ein Entlassungsschein als Halb-Invaliden ertheilt, welches auf
Verlangen bescheinigt
Königsberg, d. 4. <?> Juli 1831
Der Major und Commandeur des Königsberger Landwehr Bataillons
als Präses <?> der Kreis Ersatz-Commission des Königsberger
Stadt-Kreises
(L. S.) <Unterschr. unleserl.>
<unleserl. Schriftzeichen > 14/6 34
450
<unleserl. Wort>
<Stirners Schreiben:>
Eurer Königl. Hochverordneten wissenschaftlichen Prüfungs-Kommission
übersende ich beiliegend das außer den bereits am 2.
Juni h. eingesandten Zeugnissen noch erforderliche Curriculum
vitae, und verbinde damit die ergebenste Bitte, in den alten sowie
<?> in der deutschen Sprache, der Geschichte, der Philosophie
und Religion für die oberen Klassen, in den übrigen
Gegenständen aber für die unteren mich hochgeneigtest
zum Examen zulassen zu wollen.
Eurer Königl. Hochverordneten wissenschaftlichen Prüfungs-Kommission
Berlin den 13ten Juni 1834. gehorsamster
J. Kaspar Schmidt
Wohnung Neuer Markt Nro 2
/2 Treppen/
<von fremder Hand:> Schmidt S_88/abg <?> – 21/6
nr. <?> 441
<Links auf gleicher Seite:>
<unleserl. Schriftzeichen>
1/7 abg
R.
An den Schulamtskandidaten Hrn J. C. Schmidt
hier
am Neuen Markt No 2, 2 Treppen
Auf Ihre Eingabe vom 13ten v. M. <1 unleserl. Schriftzeichen>
I. Schriftliche Arbeiten
1. Lateinische Uebersetzung nebst grammatischem und
exegetischem Commentar über Thucyd. VII, 78-87.
2. Ueber Schulgesetze.
II. Probelectionen
1. Horat. Epist. I, 14.
2. Ueber Huß und die Hußiten.
Die schriftlichen Arbeiten haben Sie binnen 6-8
Wochen <1 unleserl. Schriftzeichen>
Berlin am 1sten Julii 1834
Kgl. Wissenschaftl. Prüfungs Commission
<Unterschr. unleserl.>
<unleserl. Schriftzeichen> 30/8 34.
487
Eure Königl. Hochverordnete wißenschaftliche
Prüfungs-Kommission
Sehe ich mich gezwungen, ergebenst zu bitten, den Termin der Ablieferung
meiner Prüfungsarbeiten, der mit dem Anfange des folgenden
Monats zu Ende geht, um einen Monat hochgeneigtest zu verlängern,
weil die unerwartete Ankunft meiner geisteskranken Mutter für
jetzt meine Zeit so ausschließlich in Anspruch nimmt und
noch länger nehmen wird, daß mir vorläufig nicht
vergönnt ist, an die Beendigung meiner Prüfungsarbeiten
zu denken.
<Rückseite>
Indem ich in hochgeneigter Berücksichtigung dieses betrübenden
Ereignisses die Gewährung meines ergebensten Gesuches zu
erhalten hoffe, verharre ich in ehrfurchtsvollem Gehorsam
Eurer Königl. Hochverordneten wißenschaftlichen Prüfungs-Kommission
ergebenster
Joh. Kasp. Schmidt, Candid. phil.
Wohnung: Neuer Markt Nro. 2
2 Treppen h.
Berlin den 27ten August 1834
<Antwort auf Vorderseite:>
1/9 h. a.
Antwort: <1 Wort unleserl.>
v. 1/9 abends
Auf Ihr Gesuch vom 27. d. M. wird die Frist zur Ablieferung Ihrer
schriftlichen Prüfungs-Arbeiten hierdurch um 4-6 Wochen verlängert.
Berlin den 30ten August 1834
Kgl. w. Prüfungs-Commission
Lange <?>
<unleserl. Schriftzeichen> 29/11 34
540
3 Hefte
Ew. Hochwohlgeboren
übersende ich beiliegend meine von Eurer Hochverordneten
Wissenschaftlichen Prüfungs-Commission mir
<Rückseite>
übertragenen schriftlichen Arbeiten und erlaube mir die gehorsamste
Bitte hinzuzufügen, da Kränklichkeit sowohl zum Theil
diese Arbeiten verzögerte, als auch jetzt mich verhindert,
dieselben persönlich zu überbringen, und mich vielleicht
auch für längere Zeit schwächen wird, den Termin
für die Probelektionen und das mündliche Examen, wenn
es möglich ist, hochgeneigtest bis nach Neujahr verschieben
zu wollen.
Einer hochgeneigten Entscheidung entgegensehend zeichne <?>
ich mich mit aller Hochachtung
Ew. Hochwohlgeboren
gehorsamster
Joh. Kasp. Schmidt
wohnhaft Neuer Markt Nro. 2
2 Treppen
Berlin den 29ten November 1834
<Antwort auf Vorderseite>
D.
Da die Arbeiten bereits ## haben und der Schmidt zum 1sten May
c. zur mündlichen Prüfung beschieden worden ist, so
geht dieses ## zu den Akten und ist mit denselben zum 25sten April
c. wieder vorzulegen.
Lange
26/3 35
Abschrift
(L. S.)
E. N. 209
Gymnasial-Absolutorium
für
Johann Caspar Schmidt
aus Baireuth
Schüler der Ober=Classe des Gymnasiums
im Jahre 1825/6
Dem obengenannten Studirenden, welcher am Schlusse des gegenwaertigen
Studienjahres die gesetzlich angeordnete Absolutorial-Prüfung
bestanden, wird rücksichrtlich der erprobten Kenntnisse in
den vorgeschriebenen Gymnasial-Studien und der über sein
sittliches Verhalten erworbenen Zeugnisse mit der Note der ersten
Classe und dem Praedicate:
------------- Sehr würdig --------------
die Erlaubniss zum Uebergang an eine höhere Lehranstalt hierdurch
ertheilt, und darüber dieses öffentliche Zeugniss ausgestellt.
Baireuth den 8 ten September 1826.
Koenigl. Gymnasial=Rectorat zu Baireuth
(L. S.) D. G. A. Gabler
k. Studien-Rector u. Lyzeal<?>professor
<Rückseite>
Abschrift
Nro.
Academisches
Semestral-Zeugniß
Der Studiosus Theol.
Herr Joh. Casp. Schmidt
aus Baireuth
hat im Winterhalbjahre 1828/29 auf der Königl. Universität
zu Erlangen meine Vorlesungen über Logik und Metaphysik mit
ausgezeichnetstem Fleiße besucht.
Erlangen den 20 Jan. 1829
Ch. Rapp Dr u. Profess. der Philosophie
Abschrift
Nro.
Academisches
Semestral-Zeugniß
Der Studiosus Theol.
Herr Joh. Casp. Schmidt
aus Baireuth
hat im Winterhalbjahre 1828/29 auf der Königl. Universität
zu Erlangen meine Vorlesungen über die Briefe an die Korinther
mit vorzüglichem Fleiße besucht.
Erlangen den 11ten April 1829
Dr. Winer
<Rückseite>
Abschrift
E: Nr. 1163
Sitten-Zeugniß
Wir Prorector und Senat
der
Königl: Bayer: Friedrich Alexanders Universitaet Erlangen
bezeugen hiemit, daß der
Herr Johann Caspar Schmidt aus Bayreuth
auf dem Grund eines beigebrachten Sittenzeugnisses
<Schnörkel>
de dato Berlin den 1. September 1828.
unterm 20. Oktober dess. Jahres als Studiosus theologiae ______
auf hiesiger Universität immatriculirt worden sei, sich von
dieser Zeit an bis zu Ende des Sommersemesters 1829 hier dem Studium
gewidmet und während seines hiesigen academischen Aufenthalts
sich vollkommen wohlgesittet und gesetzmäßig betragen
habe.
Urkundlich unter Vor<?>drückung des Universitätssiegels
und der ### Unterschrift ausgefertigt.
Erlangen am 2. November 1829.
D. Winer
derzeitiger Prorector
(L. S.)
Daß Hr. Schmidt wegen Antheilnahme an verbotenen Verbindungen
in keine Untersuchung gezogen wurde, beurkundet
D. <2 Buchstaben unleserl.>
Direktorium der Kreis- und Stadtpolizey Papettier <?>
<Name unleserl.> Stadtkommissar <?> Universitaets-Secretaire
(L. S.)
### 15 ½ ###
Rückseite>br> Abschrift
Wir Rector und Senat der Königlich Preußischen Universität
zu Berlin bekunden durch dieses Abgangszeugniß, daß
Herr Johann Caspar Schmidt, geboren zu Bayreuth, Sohn des daselbst
verstorbenen Instrumentenmachers Schmidt, bevormundet in der Person
seines Stiefvaters des Privatmanns Ballerstedt zu Culm in Westpreußen,
zu den academischen Studien auf dem Gymnasium zu Baireuth vorbereitet,
auf dem Grund genügender Zeugnisse am 18ten October 1826
bei uns immatrikulirt worden ist, sich seit dem bis zum Schluß
des Sommersemesters 1828 als Studirender hier aufgehalten, und
sich ------ der philosophischen Wissenschaften ------
beflißen hat.
Während dieses Aufenthaltes hat derselbe bei unserer Universität
nach den vorgelegten Zeugnißen die nachstehend verzeichneten
Vorlesungen gehört:
<Nächste Seite>
I. Im Wintersemester 1826/27
1. Logik __________ bei dem H. Prof. H. Ritter fleißig
2. Allgemeine Geographie __________ C. Ritter desgl.
3. Pindar <und>
4. Metrik ________________________ Boeckh sehr fleißig
II. Im Sommersemester 1827
1. Ethik ___________________ bei dem H. Prof. Dr. Schleiermacher
fleißig
2. Religionsphilosophie ________________________ Hegel fleißig
III. Im Wintersemester 1827/28
1. Griechische Alterthümer ____ bei dem H. Professor Boeckh
sehr fleißig
2. Geschichte der Philosophie <und>
3. Psychologie und Anthropologie
oder Philosophie des Geistes _____________________ Hegel fleißig
4. Dogmatik <und>
5. Bedeutung der neuren Philosophie
in der Theologie _______________________________ Dr. Marheinecke
mit Fleiß und Aufmerksamkeit
6. Geographie des alten Griechenlands und Italiens _______C. Ritter
IV. Im Sommersemester 1828
1. Theologische Encyclopädie <und>
2. Symbolik bei dem H. Prof. Dr. Marheinecke mit Fleiß und
Aufmerksamkeit
3. Kirchengeschichte <und>
4. Christliche Alterthümer Dr. Neander
<Rückseite>
Hinsichtlich seines Verhaltens auf hiesiger Universität ist
in sittlicher und in ökonomischer Hinsicht nichts Nachtheiliges
bekannt geworden, er war fleißig.
Einer Theilnahme an verbotener Verbindung unter Studierenden ist
derselbe hier nicht verdächtig geworden.
Zu Urkund dessen ist dieses Zeugnis unter dem Insiegel der Universität
ausgefertigt, und von dem ### Rektor, und von dem Richter, auch
von dem gegenwärtigen Dekan der philosophischen Fakultät
eigenhändig unterzeichnet worden.
Berlin den 13. <?> September 1828
Bethmann Hollweg Krause Weiss
ord. phil. <2 Buchst. unleserl.> Dec.
(L. S.)
Gesehen durch den Regierungs-Bevollmächtigten
Vermöge Auftrages
Lichtenstein Krause
Abschrift
Die Prüfung ist nach dem ####
der K. Pr. C. vom ## ### 35
Nr. C. 1365 <?> genehmigt.
###########
Wir Rector und Senat der Königlichen Friedrich Wilhelms Universität
zu Berlin bekunden durch dieses Abgangszeugniß, daß
Herr Johann Kaspar Schmidt, geboren zu Baireuth, Sohn des daselbst
verstorbenen Instrumentenmachers Schmidt, bereits großjährig,
zu den akademischen Studien auf dem Gymnasium zu Baireuth vorbereitet,
auf dem Grund genügender Zeugnisse zum ersten mal am 18ten
October 1826 und auf dem Grund des Abgangs-Zeugnisses der Universität
zu Erlangen zum zweiten mal am 28 ten November 1832 bei uns immatrikulirt
worden ist, sich seit dem bis zum Schluß des Sommersemesters
1833/34 als Studirender hier aufgehalten, und sich der philosophischen
Wissenschaften beflißen hat.
Während dieses Aufenthaltes hat derselbe bei unserer Universität
nach den vorgelegten Zeugnißen die nachstehend verzeichneten
Vorlesungen gehört:
I. Im Wintersemester 1832/33
wegen Krankheit keine
II. Im Sommersemester
1. Plato’s Republik, bei dem H. Prof. Boeckh sehr fleißig
<Rückseite>
2. Properz, bei dem H. Professor Lachmann, fleißig
3. Aristoteles Leben, Schriften und Philosophie bei dem H. Prof:
Michelet mit vielem Fleiße
III. Im Winter-Semester 1833/34
keine
Hinsichtlich seines Verhaltens auf hiesiger Universität ist
in disciplinarischer und ökonomischer Rücksicht nichts
Nachtheiliges vorgekommen.
Einer Theilnahme an verbotener Verbindung unter Studierenden ist
derselbe bei der hiesigen Universität bisher nicht bezüchtigt
geworden.
Zu Urkund dessen ist dieses Zeugnis unter dem Insiegel der Universität
ausgefertigt, und von dem zeitigen <?> Rektor, und von dem
Richter, auch von dem gegenwärtigen Dekan der philosophischen
Fakultät eigenhändig unterzeichnet worden.
Berlin den 27. Maerz 1832
Straub <?> Krause # # Hagen <?>
(L. S.)
Gesehen durch den Regierungs-Bevollmächtigten
Vermöge Auftrages
Straub <?> Krause
<Vorderseite, links Antwort>
Revers <?>:
An den Schulamtskandidaten Hrn. J. C. Schmidt
hier
Neuer Markt No. 2, zwey Treppen
Auf Ihre Vorstellung vom 2ten d. M. werden Sie hierdurch aufgefordert,
zuvörderst <2 Wörter unleserl.>
Gemäßheit des § 6 No. 4 des Prüfungs-Reglements
vom 20ten April 1831 ein vollständiges curriculum vitae einzusenden,
und zugleich anzugeben, für welche Klassen Sie geprüft
zu werden wünschen.
Die eingereichten Original Zeugnisse erfolgen hiebey zurück.
Berlin am <unleserl.> Junii 1834
<1 Zeile unleserl.>
Lange <?>
Abschrift
Dem Cantonisten Student Johann Caspar Schmidt den 25. October
1806 zu Baireuth geboren, wurde im Herbst v. J. <vorigen Jahres>
wegen Hämorrhoidal-Beschwerden, welche durch Hämmorhoidal-Knoten
bestätigt werden, von der Königl. Departements-Ersatz-Commission
ein Entlassungsschein als Halb-Invaliden ertheilt, welches auf
Verlangen bescheinigt
Königsberg, d. 4. <?> Juli 1831
Der Major und Commandeur des Königsberger Landwehr Bataillons
als Präses <?> der Kreis Ersatz-Commission des Königsberger
Stadt-Kreises
(L. S.) <Unterschr. unleserl.>
<unleserl. Schriftzeichen > 14/6 34
450
<unleserl. Wort>
<Stirners Schreiben:>
Eurer Königl. Hochverordneten wissenschaftlichen Prüfungs-Kommission
übersende ich beiliegend das außer den bereits am 2.
Juni h. eingesandten Zeugnissen noch erforderliche Curriculum
vitae, und verbinde damit die ergebenste Bitte, in den alten sowie
<?> in der deutschen Sprache, der Geschichte, der Philosophie
und Religion für die oberen Klassen, in den übrigen
Gegenständen aber für die unteren mich hochgeneigtest
zum Examen zulassen zu wollen.
Eurer Königl. Hochverordneten wissenschaftlichen Prüfungs-Kommission
Berlin den 13ten Juni 1834. gehorsamster
J. Kaspar Schmidt
Wohnung Neuer Markt Nro 2
/2 Treppen/
<von fremder Hand:> Schmidt S_88/abg <?> – 21/6
nr. <?> 441
<Links auf gleicher Seite:>
<unleserl. Schriftzeichen>
1/7 abg
R.
An den Schulamtskandidaten Hrn J. C. Schmidt
hier
am Neuen Markt No 2, 2 Treppen
Auf Ihre Eingabe vom 13ten v. M. <1 unleserl. Schriftzeichen>
I. Schriftliche Arbeiten
1. Lateinische Uebersetzung nebst grammatischem und
exegetischem Commentar über Thucyd. VII, 78-87.
2. Ueber Schulgesetze.
II. Probelectionen
1. Horat. Epist. I, 14.
2. Ueber Huß und die Hußiten.
Die schriftlichen Arbeiten haben Sie binnen 6-8
Wochen <1 unleserl. Schriftzeichen>
Berlin am 1sten Julii 1834
Kgl. Wissenschaftl. Prüfungs Commission
<Unterschr. unleserl.>
<unleserl. Schriftzeichen> 30/8 34.
487
Eure Königl. Hochverordnete wißenschaftliche Prüfungs-Kommission
Sehe ich mich gezwungen, ergebenst zu bitten, den Termin der Ablieferung
meiner Prüfungsarbeiten, der mit dem Anfange des folgenden
Monats zu Ende geht, um einen Monat hochgeneigtest zu verlängern,
weil die unerwartete Ankunft meiner geisteskranken Mutter für
jetzt meine Zeit so ausschließlich in Anspruch nimmt und
noch länger nehmen wird, daß mir vorläufig nicht
vergönnt ist, an die Beendigung meiner Prüfungsarbeiten
zu denken.
<Rückseite>
Indem ich in hochgeneigter Berücksichtigung dieses betrübenden
Ereignisses die Gewährung meines ergebensten Gesuches zu
erhalten hoffe, verharre ich in ehrfurchtsvollem Gehorsam
Eurer Königl. Hochverordneten wißenschaftlichen Prüfungs-Kommission
ergebenster
Joh. Kasp. Schmidt, Candid. phil.
Wohnung: Neuer Markt Nro. 2
2 Treppen h.
Berlin den 27ten August 1834
<Antwort auf Vorderseite:>
1/9 h. a.
Antwort: <1 Wort unleserl.>
v. 1/9 abends
Auf Ihr Gesuch vom 27. d. M. wird die Frist zur Ablieferung Ihrer
schriftlichen Prüfungs-Arbeiten hierdurch um 4-6 Wochen verlängert.
Berlin den 30ten August 1834
Kgl. w. Prüfungs-Commission
Lange <?>
<unleserl. Schriftzeichen> 29/11 34 540
3 Hefte
Ew. Hochwohlgeboren
übersende ich beiliegend meine von Eurer Hochverordneten
Wissenschaftlichen Prüfungs-Commission mir
<Rückseite>
übertragenen schriftlichen Arbeiten und erlaube mir die gehorsamste
Bitte hinzuzufügen, da Kränklichkeit sowohl zum Theil
diese Arbeiten verzögerte, als auch jetzt mich verhindert,
dieselben persönlich zu überbringen, und mich vielleicht
auch für längere Zeit schwächen wird, den Termin
für die Probelektionen und das mündliche Examen, wenn
es möglich ist, hochgeneigtest bis nach Neujahr verschieben
zu wollen.
Einer hochgeneigten Entscheidung entgegensehend zeichne <?>
ich mich mit aller Hochachtung
Ew. Hochwohlgeboren
gehorsamster
Joh. Kasp. Schmidt
wohnhaft Neuer Markt Nro. 2
2 Treppen
Berlin den 29ten November 1834
<Antwort auf Vorderseite>
D.
Da die Arbeiten bereits ## haben und der Schmidt zum 1sten May
c. zur mündlichen Prüfung beschieden worden ist, so
geht dieses ## zu den Akten und ist mit denselben zum 25sten April
c. wieder vorzulegen.
Lange
26/3 35
Abschrift
(L. S.)
E. N. 209
Gymnasial-Absolutorium
für
Johann Caspar Schmidt
aus Baireuth
Schüler der Ober=Classe des Gymnasiums
im Jahre 1825/6
Dem obengenannten Studirenden, welcher am Schlusse des gegenwaertigen
Studienjahres die gesetzlich angeordnete Absolutorial-Prüfung
bestanden, wird rücksichrtlich der erprobten Kenntnisse in
den vorgeschriebenen Gymnasial-Studien und der über sein
sittliches Verhalten erworbenen Zeugnisse mit der Note der ersten
Classe und dem Praedicate:
------------- Sehr würdig --------------
die Erlaubniss zum Uebergang an eine höhere Lehranstalt hierdurch
ertheilt, und darüber dieses öffentliche Zeugniss ausgestellt.
Baireuth den 8 ten September 1826.
Koenigl. Gymnasial=Rectorat zu Baireuth
(L. S.) D. G. A. Gabler
k. Studien-Rector u. Lyzeal<?>professor
<Rückseite>
Abschrift
Nro.
Academisches
Semestral-Zeugniß
Der Studiosus Theol.
Herr Joh. Casp. Schmidt
aus Baireuth
hat im Winterhalbjahre 1828/29 auf der Königl. Universität
zu Erlangen meine Vorlesungen über Logik und Metaphysik mit
ausgezeichnetstem Fleiße besucht.
Erlangen den 20 Jan. 1829
Ch. Rapp Dr u. Profess. der Philosophie
Abschrift
Nro.
Academisches
Semestral-Zeugniß
Der Studiosus Theol.
Herr Joh. Casp. Schmidt
aus Baireuth
hat im Winterhalbjahre 1828/29 auf der Königl. Universität
zu Erlangen meine Vorlesungen über die Briefe an die Korinther
mit vorzüglichem Fleiße besucht.
Erlangen den 11ten April 1829
Dr. Winer
<Rückseite>
Abschrift
E: Nr. 1163
Sitten-Zeugniß
Wir Prorector und Senat
der
Königl: Bayer: Friedrich Alexanders Universitaet Erlangen
bezeugen hiemit, daß der
Herr Johann Caspar Schmidt aus Bayreuth
auf dem Grund eines beigebrachten Sittenzeugnisses
<Schnörkel>
de dato Berlin den 1. September 1828.
unterm 20. Oktober dess. Jahres als Studiosus theologiae ______
auf hiesiger Universität immatriculirt worden sei, sich von
dieser Zeit an bis zu Ende des Sommersemesters 1829 hier dem Studium
gewidmet und während seines hiesigen academischen Aufenthalts
sich vollkommen wohlgesittet und gesetzmäßig betragen
habe.
Urkundlich unter Vor<?>drückung des Universitätssiegels
und der ### Unterschrift ausgefertigt.
Erlangen am 2. November 1829.
D. Winer
derzeitiger Prorector
(L. S.)
Daß Hr. Schmidt wegen Antheilnahme an verbotenen Verbindungen
in keine Untersuchung gezogen wurde, beurkundet
D. <2 Buchstaben unleserl.>
Direktorium der Kreis- und Stadtpolizey Papettier <?>
<Name unleserl.> Stadtkommissar <?> Universitaets-Secretaire
(L. S.)
### 15 ½ ###
<Rückseite>
Abschrift
Wir Rector und Senat der Königlich Preußischen Universität
zu Berlin bekunden durch dieses Abgangszeugniß, daß
Herr Johann Caspar Schmidt, geboren zu Bayreuth, Sohn des daselbst
verstorbenen Instrumentenmachers Schmidt, bevormundet in der Person
seines Stiefvaters des Privatmanns Ballerstedt zu Culm in Westpreußen,
zu den academischen Studien auf dem Gymnasium zu Baireuth vorbereitet,
auf dem Grund genügender Zeugnisse am 18ten October 1826
bei uns immatrikulirt worden ist, sich seit dem bis zum Schluß
des Sommersemesters 1828 als Studirender hier aufgehalten, und
sich ------ der philosophischen Wissenschaften ------
beflißen hat.
Während dieses Aufenthaltes hat derselbe bei unserer Universität
nach den vorgelegten Zeugnißen die nachstehend verzeichneten
Vorlesungen gehört:
<Nächste Seite>
I. Im Wintersemester 1826/27
1. Logik __________ bei dem H. Prof. H. Ritter fleißig
2. Allgemeine Geographie __________ C. Ritter desgl.
3. Pindar <und>
4. Metrik ________________________ Boeckh sehr fleißig
II. Im Sommersemester 1827
1. Ethik ___________________ bei dem H. Prof. Dr. Schleiermacher
fleißig
2. Religionsphilosophie ________________________ Hegel fleißig
III. Im Wintersemester 1827/28
1. Griechische Alterthümer ____ bei dem H. Professor Boeckh
sehr fleißig
2. Geschichte der Philosophie <und>
3. Psychologie und Anthropologie
oder Philosophie des Geistes _____________________ Hegel fleißig
4. Dogmatik <und>
5. Bedeutung der neuren Philosophie
in der Theologie _______________________________ Dr. Marheinecke
mit Fleiß und Aufmerksamkeit
6. Geographie des alten Griechenlands und Italiens _______C. Ritter
IV. Im Sommersemester 1828
1. Theologische Encyclopädie <und>
2. Symbolik bei dem H. Prof. Dr. Marheinecke mit Fleiß und
Aufmerksamkeit
3. Kirchengeschichte <und>
4. Christliche Alterthümer Dr. Neander
<Rückseite>
Hinsichtlich seines Verhaltens auf hiesiger Universität ist
in sittlicher und in ökonomischer Hinsicht nichts Nachtheiliges
bekannt geworden, er war fleißig.
Einer Theilnahme an verbotener Verbindung unter Studierenden ist
derselbe hier nicht verdächtig geworden.
Zu Urkund dessen ist dieses Zeugnis unter dem Insiegel der Universität
ausgefertigt, und von dem ### Rektor, und von dem Richter, auch
von dem gegenwärtigen Dekan der philosophischen Fakultät
eigenhändig unterzeichnet worden.
Berlin den 13. <?> September 1828
Bethmann Hollweg Krause Weiss
ord. phil. <2 Buchst. unleserl.> Dec.
(L. S.)
Gesehen durch den Regierungs-Bevollmächtigten
Vermöge Auftrages
Lichtenstein Krause
Abschrift
Die Prüfung ist nach dem ####
der K. Pr. C. vom ## ### 35
Nr. C. 1365 <?> genehmigt.
###########
Wir Rector und Senat der Königlichen Friedrich Wilhelms Universität
zu Berlin bekunden durch dieses Abgangszeugniß, daß
Herr Johann Kaspar Schmidt, geboren zu Baireuth, Sohn des daselbst
verstorbenen Instrumentenmachers Schmidt, bereits großjährig,
zu den akademischen Studien auf dem Gymnasium zu Baireuth vorbereitet,
auf dem Grund genügender Zeugnisse zum ersten mal am 18ten
October 1826 und auf dem Grund des Abgangs-Zeugnisses der Universität
zu Erlangen zum zweiten mal am 28 ten November 1832 bei uns immatrikulirt
worden ist, sich seit dem bis zum Schluß des Sommersemesters
1833/34 als Studirender hier aufgehalten, und sich der philosophischen
Wissenschaften beflißen hat.
Während dieses Aufenthaltes hat derselbe bei unserer Universität
nach den vorgelegten Zeugnißen die nachstehend verzeichneten
Vorlesungen gehört:
I. Im Wintersemester 1832/33
wegen Krankheit keine
II. Im Sommersemester
1. Plato’s Republik, bei dem H. Prof. Boeckh sehr fleißig
<Rückseite>
2. Properz, bei dem H. Professor Lachmann, fleißig
3. Aristoteles Leben, Schriften und Philosophie bei dem H. Prof:
Michelet mit vielem Fleiße
III. Im Winter-Semester 1833/34
keine
Hinsichtlich seines Verhaltens auf hiesiger Universität ist
in disciplinarischer und ökonomischer Rücksicht nichts
Nachtheiliges vorgekommen.
Einer Theilnahme an verbotener Verbindung unter Studierenden ist
derselbe bei der hiesigen Universität bisher nicht bezüchtigt
geworden.
Zu Urkund dessen ist dieses Zeugnis unter dem Insiegel der Universität
ausgefertigt, und von dem zeitigen <?> Rektor, und von dem
Richter, auch von dem gegenwärtigen Dekan der philosophischen
Fakultät eigenhändig unterzeichnet worden.
Berlin den 27. Maerz 1832
Straub <?> Krause # # Hagen <?>
(L. S.)
Gesehen durch den Regierungs-Bevollmächtigten
Vermöge Auftrages
Straub <?> Krause
Erstmals publiziert von Rolf Engert, 1923; Transkription
von Dr. phil. Bernhard J. Piegsa, M. A.
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